Oh freddled gruntbuggly…

Wieviel Wahrheit steck in “Donald Duck”? Und wie sehr muss Donald Duck von der Titanic als Konkurrenz ernst genommen werden?

“Heute erfahren wir, ob Brian den Brand in der Bäckerei gelegt hat, um zu vertuschen, dass er vergessen hat, die Butterhörnchen zu biegen.Und dann ist da Kurt, der so kurzsichtig ist, dass er einem Kleiderständer einen Heiratsantrag gemacht hat, anstatt seiner Klara! Ja, das sind Geschichten, wie sie das Leben schreibt! Hach, ich liebe ‘Hechelnde Herzen’!”

Donald Duck-Zitat aus: Lustiges Taschenbuch, Nummer 289, Seite 7

… thy micturations are to me /

Aaaaaaaggggghhhhhh! Vor jetzt sieben Jahren habe ich den Fernseher abgeschafft, weil ich es für Verdummung hielt. Sieben Jahre lang hatte ich Ruhe und endlich Zeit, die Dinge zu machen, zu denen ich durch das Fernsehen nie kam. Ich beabsichtige auch weiterhin ohne Fernseher zu leben.

Damit will ich nicht sagen, dass ich einem guten Film irgendwie abgeneigt bin, ganz im Gegenteil. Ich schaue mir gute Filme sehr gerne an. Auch mal einen guten Dokumentarfilm. Im letzteren Falle ist die Beschaffung des Filsm jedoch schwieriger, da ich nicht die Absicht habe, mir einen hervorragenden Dokumentarfilm entweder durch Werbeunterbrechungen (”Dorsil! Wäscht noch reiner als rein! Sie glauben gar nicht, wie rein! Sogar Ihre Seele wird rein!”) oder der schwachsinnigen GEZ, die ähnlich wie die GEMA einfach nur Gebühren kassiert, ohne dafür wirklich was zu leisten (oder finden Sie Musikantenstadl eine Leistung), zu versauern.

Deshalb kaufe oder leihe ich mir Filme aus, schaue sie mir in Ruhe von vorne bis hinten an und gebe sie wieder zurück. Ab und zu gehe ich sogar ins Kino. Aber, wahrscheinlich wissen Sie es auch: Diese Leute mit ihren Chipstüten oder leeren Cola-Bechern (Schlürrrrrrrffff!) oder noch die Gruppe an Menschen, die jeden Film kommentieren müssen… In solchen Situationen denke ich immer an die Anfangsszene von Tampopo [1, 2, 3]. Deshalb gehe ich sehr ungern ins Kino. Da ich keinen Fernseher habe und ungern ins Kino gehe, musste ich mir einen Beamer anschaffen, mit dem ich mir meine Filme zu Hause in Ruhe ansehen kann.

Wie dem auch sein, hier geht es ja nicht ums Kino, sondern Fernsehen.

/ As plurdled gabbleblotchits on a lurgid bee.

Aaaaaaaggggghhhhhh! Da ich keinen Fernseher habe, habe ich gar nicht mibekommen, wie sehr meine These der Verdummung zutrifft. Natürlich passieren einem solche Sachen, wie Gespräche mit Bekannten, die einem dann von einer Fernsehsendung oder einem Moderator erzählen, von der/dem man noch nie was gehört hat und auch hofft, nie wieder was zu hören. Zumindest weiss man aber eins mit Sicherheit: Man braucht die Information nicht speichern, da sie morgen wieder überholt ist (erinnert mich immer wieder an die Eintagsfliegen: Morgens geboren, Mittags gepaart, Abends gestorben…)

Somit bekommt man gar nicht mit, womit unsere “Zivilisation” tagtäglich bombardiert wird. Manchmal jedoch, da passiert es: Ich bin unterwegs, habe einen sehr anstrengenden Tag hinter mir, gehe ins Hotel, stelle fest, dass ich vergessen habe, ein interessantes Buch mitzunehmen und schon erliegt man wieder den uralten Gewohnheiten - Gewohnheiten, die schon fast zu Instinkten geworden sind:

Man schalten den Hotel-Fernseher an!

Groop I implore thee my foonting turlingdromes.

Nnnnnnnnnnyyyyyyyuuuuuuurrrrrrrggggggghhhhh! fange ich an zu schreien, wenn es losgeht. “Und heute sehen Sie die 4192. Folge unsere 8234-teiligen Serie: Hechelnde Herzen!” Aaaaaaaaarrrrrrrrgggggggghhhhhhhhhhihihihichhhhrrrr! ergeht mir. Zapp!, nächster Kanal: “Willkommen liebe Zuschauer. Das Thema unserer heutigen Hans Bleiser-Show ist: Mein Mann betrügt seinen Hund mit der Katze der Nichte der Nachbarin”. Zapp!, nächster Kanal: “Petra, erzähl doch mal, wie funktioniert das dann mit den Kohlen auf Deiner ….”. Zapp!, nächster Kanal:“Willkommen zur 274. Wiederholung der Pappelgasse!”.

Schmerzen durchzucken meinen Körper, mein Gehirn weigert sich, es wahrzunehmen, was meine Augen und Ohren ihm zu vermitteln drohen, meine Beine werden schwach, und Vorstellungen von Fernsehleuten, die aus brennenden Gebäuden rausrennen entstehen in meinen halluzinierenden Gedanken.

And hooptiously drangle me with crinkly bindlewurdles, / Or I will rend thee in the gobberwarts with my blurglecruncheon, see if I don’t.

Wie krank müssen Menschen eigentlich sein, frage ich mich des öfteren, die sowas produzieren? Viel wichtiger erscheint mir dann sofort die Frage: Wie krank muss aber eine Gesellschaft sein, die sowas konsumiert? Nein, einfach nur sehr zu antworten, würde der Sache nicht gerecht werden.

Das begleitende Gedicht dieses Artikels ist Vogonischer Natur. Es wird erzählt, dass die Vogonen die drittschlechtesten Dichter des Universum sind. Douglas N. Adams (DNA) selbst hat jedoch nie geschrieben, dass es schlimmeres gibt, als die schlimmsten Dichter des Universum: Das Terranische Fernsehen:

“Vogon Poetry ist of course the third worst in the Universe. The second worst is that of the Azgoths of Kria. During a recitation by their Poet master Grunthos the Flatulent of his Poem ‘Ode to A Small Lump of Green Putty I Found In My Armpits One Midsummer Morning’ four of his audience died of internal haemorrhaging, and th ePreisdent of the Mid-Galactic Arts Nobbling Council survived by gnawing one of his own legs off. Grunthos is reported to have been ‘disappointed’ by tem poem’s reception, and was about to embark on a reading of his twelve-book epic entitled my Favourite Bathtime Gurgles when his own major intestine, in a desperate attempt to save life and civilization, leapt straight up throught his neck and throttled his brain.”

Fernsehen mit Poesie zu vergleichen wäre schon infam genug, aber das heutige, menschlische Fernsehen mit Poesie zu vergleichen, wäre ein Sakrileg. Obwohl… es löst bei mir immer die gleichen Reaktionen aus, wie die Vogonische Dichtkunst bei Ford Prefect. Vielleicht, eines Tages, beim Versuch, Menschheit, Kultur, Zivilisation zu retten, könnten die Kamerakabel… man weiss ja nie… Wie heisst es so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Nicht zuletzt: Donald Duck scheint es wirklich besser zu wissen. Titanic! Hab acht! Ihr bekommt heftige Konkurrenz in Sachen Satire. Hier kommt Donald!


Und wer es dennoch nicht glaubt, für den gibt es hier einen wirklich schönen Artikel aus der FAZ.NET: S.O.S.! Die neue Reality-Soap “Boat of Love” stach in See

This entry was posted on Saturday, August 11th, 2001 at 11:32 AM by Imdat Solak and filed under Personal / Fun. Follow comments here with the RSS 2.0 feed. Post a comment or leave a trackback.

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