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	<title>caito &#187; Media</title>
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	<description>Independent? Yes • Intelligent? Maybe • Impartial? Never</description>
	<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 09:50:23 +0000</pubDate>
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		<title>Das musste mal gesagt werden&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 09:50:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Imdat Solak</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[General]]></category>

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		<description><![CDATA[UCI Kinos&#8230; they suck&#8230;
Gestern und vorgestern haben wir versucht, einen Film zu sehen hier in Hamburg. Der Film läuft in der Fassung nur in den UCI Kinos, nämlich in 3D. Beim ersten Versuch gab es nur noch Platz in der ersten Reihe &#8212; bei einem 3D-Film in der ersten Reihe sitzen heisst, danach Tagelang Kopfschmerzen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>UCI Kinos&#8230; they suck&#8230;</p>
<p>Gestern und vorgestern haben wir versucht, einen Film zu sehen hier in Hamburg. Der Film läuft in der Fassung nur in den <a href="http://www.uci-kinowelt.de/">UCI Kinos</a>, nämlich in 3D. Beim ersten Versuch gab es nur noch Platz in der ersten Reihe &#8212; <b>bei einem 3D-Film in der ersten Reihe sitzen heisst, danach Tagelang Kopfschmerzen haben&#8230;</b> Welcher Idiot verkauft und welcher Idiot kauft Tickets für einen 3D-Film in der ersten Reihe?</p>
<p>Beim zweiten Versuch (anderes UCI-Kino in Hamburg) haben wir Tickets im Internet von deren Website <b>gekauft</b>, haben eine Email mit einer Nummer zugeschickt bekommen und dann &#8230; ja, im Kino konnten wir die Tickets nicht bekommen, weil ich die <i>passende EC-Karte nicht dabei hatte&#8230; Warum verdammt nochmal kaufe ich dann im Internet, bezahle es, damit ich doch meine EC-Karte bei denen im Kino in den Dings stecken muss???</i></p>
<p>Begründung: Es gebe so viel Betrug&#8230; Ihr Volldeppen&#8230; Ich kaufe schon jahrelang für Tausende von Euro im Internet ein - mit Kontonummer, Kreditkarte, etc. &#8212; es ist aber so, dass man bei UCI auch bei Bezahlung mit Kreditkarte übers Internet noch seine Kreditkarte vorlegen muss, damit man das TIcket am Schalter bekommen&#8230; Kaufen allen reicht nicht&#8230;</p>
<p>Wie gesagt: &#8220;<i>UCI cinemas suck.. they are ugly, dirty, stinking, have probably the most stupid online ticket sales system and probably also the most stupid and unfriendly personnel&#8230; <b>never again!!&#8221;</b></i></p>
<p>Im übrigen: es stinkt dort und es <b>ist</b> dreckig! In beiden Kinos - das dritte Kino in Hamburg probieren wir erst gar nicht aus!!</p>
<p>Empfehlung: Wenn Ihr es verhindern könnt, macht einen grossen Bogen um UCI-Kinos!</p>
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		<title>Danke NDR - zum Thema KiPo im Netz und Zensursula</title>
		<link>http://www.caito.de/2009/06/danke-ndr-zum-thema-kipo-im-netz-und-zensursula/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Jun 2009 16:30:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Imdat Solak</dc:creator>
		
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		<category><![CDATA[Society + Politics]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/evXQwqIBd04&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xcfcfcf&amp;hl=de&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><embed src="http://www.youtube.com/v/evXQwqIBd04&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xcfcfcf&amp;hl=de&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="425" height="344" /><br />
</object></p>
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		<title>Denke ich an Deutschland in der Nacht&#8230; [Update]</title>
		<link>http://www.caito.de/2009/05/denke-ich-an-deutschland-in-der-nacht/</link>
		<comments>http://www.caito.de/2009/05/denke-ich-an-deutschland-in-der-nacht/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 07 May 2009 07:50:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Imdat Solak</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Media]]></category>

		<category><![CDATA[Society + Politics]]></category>

		<category><![CDATA[Technology + Computing]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Entwurf eines Gesetzes zur Bekämpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen ist in der ersten Lesung am 6. Mai 2009 durch den Bundestag gegangen. Etwas derart populistisches, hirnloses, ineffektives und am Problem vorbei geplantes Gesetz habe ich mein Lebtag noch nicht gesehen in Deutschland. Statt Kinderpornographie im Internet (das es sicherlich gibt) zu bekämpfen, sorgt Frau [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Entwurf eines Gesetzes zur Bekämpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen ist in der ersten Lesung am 6. Mai 2009 durch den Bundestag gegangen. Etwas derart populistisches, hirnloses, ineffektives und am Problem vorbei geplantes Gesetz habe ich mein Lebtag noch nicht gesehen in Deutschland. Statt Kinderpornographie im Internet (das es sicherlich gibt) zu bekämpfen, sorgt Frau von der Leyen (auch genannt &#8220;Zensursula&#8221;) dafür, dass wir alle wegschauen - Volk wie auch dessen Vertreter.</p>
<p><span id="more-122"></span>
<p>Um es noch mal kurz zusammen zu fassen: Frau MdB Ursula von der Leyen, Mutter von sieben Kindern, möchte eigentlich Kinderpornographie im Internet bekämpfen.</p>
<p>Dazu greift sie zum Mittel der Zugangssperre, die alle Provider mit mehr als 10.000 Kunden mindestens auf der DNS-Ebene einrichten müssen.</p>
<p>Das ganze funktioniert so: Das Bundeskriminalamt (BKA) bekommt die oberste Aufsicht und Verantwortung für diesen Prozess. <em>Arbeitstäglich</em>, wie es so schön im Gesetz heisst (s. unten bei den Links), liefert das BKA an die Internetprovider eine Liste</p>
<blockquote>
<p><em>über vollqualifizierte Domainnamen, Internetprotokoll-Adressen und Zieladressen von Telemedienangeboten, die Kinderpornographie nach § 184b des Strafgesetzbuchs enthalten oder deren Zweck darin besteht, auf derartige Telemedienangebote zu verweisen (Sperrliste)</em> (§a, Abs 1, Satz 1 des Enwurfs).</p>
</blockquote>
<p>Die Provider sind dann verpflichtet,</p>
<blockquote>
<p><em>geeignete und zumutbare technische Maßnahmen zu ergreifen, um den Zugang zu Telemedienangeboten, die in der Sperrliste aufgeführt sind, zu erschweren. Für die Sperrung dürfen vollqualifizierte Domainnamen, Internetprotokoll-Adressen und Zieladressen von Telemedienangeboten verwendet werden. Die Sperrung erfolgt mindestens auf der Ebene der vollqualifizierten Domainnamen, deren Auflösung in die zugehörigen Internetprotokoll-Adressen unterbleibt.</em> (§8a, Abs2, Satz 1 + 2).</p>
</blockquote>
<p>Das bedeutet im Einzelnen und Spezifischen, dass die Provider die DNS-Anfragen (also die Auflösung von Domain-Names wie &#8220;www.spiegel.de&#8221;) statt auf die originäre IP-Adresse (im Falle www.spiegel.de bspw 195.71.11.67) auf eine von den Providern selbst betriebene Website umzuleiten:</p>
<blockquote>
<p><em>Die Diensteanbieter leiten Nutzeranfragen, durch die in der Sperrliste aufgeführte Telemedienangebote abgerufen werden sollen, auf ein von ihnen betriebenes Telemedienangebot (Stoppmeldung) um, das die Nutzer über die Gründe der Sperrung sowie eine Kontaktmöglichkeit zum Bundeskriminalamt informiert. Die Ausgestaltung bestimmt das Bundeskriminalamt.</em> (§8a, Abs 4).</p>
</blockquote>
<p>Ok, bis hierher klingt es für alle Beteiligten und Betroffenen noch &#8220;ok&#8221; und &#8220;&#8230; irgendwie akzeptabel.&#8221;</p>
<p>Schwierig wird es jedoch, wenn man sich folgende Fragen stellt:</p>
<p>1) Wer beurteilt, welche Adressen auf die Liste kommen?</p>
<p>2) Wer kontrolliert, ob die Adressen wirklich echte Kinderpornographie-Inhalte beinhalten?</p>
<p>3) Werden die Zugriffe protokolliert und wer hat Zugriff auf die Daten?</p>
<p>4) Warum eigentlich eine Sperrliste? Kann man die Websites nicht einfach schliessen lassen?</p>
<p>5) Wie wirksam sind solche Sperrlisten?</p>
<p>6) Wie geheim sind solche Sperrlisten?</p>
<p>Anworten</p>
<p>1: Das BKA ist verantwortlich für die Erstellung der Listen. Nur das BKA und die Provider wissen, was auf den Listen ist. Die Listen dürfen von niemanden eingesehen werden und &#8220;<em>Die Diensteanbieter</em> [Provider, Red.] <em>haben die Sperrliste durch geeignete Maßnahmen gegen Kenntnisnahme durch Dritte, die an der Umsetzung der Sperrung nicht beteiligt sind, zu sichern.&#8221;</em> (§8a, Abs3)&nbsp;&nbsp;</p>
<p>Dadurch gibt es keine Kontrolle und nein, auch keine richterliche Kontrolle darüber, welche Einträge auf der Liste landen. Das BKA ist hierbei Polizei (findet die Website), Richter (beurteilt, dass die Website Kinderpornographie enthält) und Henker (packt es auf die Sperrliste) gleichzeitig. <strong>Dass dies die Aushöhlung der Rechtstaatlichkeit in Deutschland darstellt, scheint ausser der Opposition keinen im Bundestag wirklich zu interessieren</strong>.</p>
<p>2: Das BKA - schliesslich ist es eben Polizei, Richter und Henker gleichzeitig. Die Tatsache, dass auf anderen, vergleichbaren Listen im Ausland auch Websites wie WikiLeaks.org, Websites mit homosexuellem oder teilweise auch politisch vielleicht extremen, aber nicht illegalem Inhalt vertreten waren, macht die Fragestellung, wer denn die Kontrolleure kontrolliert noch brisanter.</p>
<p>3: Ja, die Zugriffe sollen in Echtzeit protokolliert und auf Wunsch dem BKA zur Verfügung gestellt werden.</p>
<p>4: Ja, man kann die Websites sperren lassen. V<em>or diesem Hintergrund machte jüngst die Kinderschutzorganisation Carechild ein aufschlussreiches Experiment. Sie verwendete dazu 20 Adressen aus der im Netz aufgetauchten dänischen Sperrliste. 17 der Seiten waren in den USA gehostet, jeweils eine in den Niederlanden, Südkorea und England. Carechild schrieb an die Abuse-Mail-Adressen der Hostingprovider und bat um Entfernung der Inhalte. Das Ergebnis: acht US-amerikanische Provider haben die Domains innerhalb der ersten drei Stunden nach Versand der Mitteilung abgeschaltet. Innerhalb eines Tages waren 16 Adressen nicht mehr erreichbar, bei drei Websites teilte der jeweilige Provider laut Carechild glaubhaft mit, dass die Inhalte nach augenscheinlicher Prüfung keine Gesetze verletzen oder der Betreiber für die abgebildeten Personen entsprechende Altersnachweise vorlegen konnte.</em> (<a href="http://www.heise.de/ct/Die-Argumente-fuer-Kinderporno-Sperren-laufen-ins-Leere--/artikel/135867">Aus einem c&#8217;t-Artikel</a>, c&#8217;t 9/09). Warum das BKA dann nicht die Websites sperren lässt, statt sie auf eine Block-List zu setzen, ist die grosse, bisher unbeantwortete Frage.</p>
<p>5: Da es sich um DNS-basierte Listen handelt, reicht es aus, im eigenen PC einfach die DNS-Einstellung zu ändern und einen DNS-Server aus dem Ausland zu nehmen oder eines Providers, der keine Sperrlisten umsetzen muss. Anleitungen hierzu gibt es im Netz zuhauf (Bspw bei YouTube). Aber achtung: wenn man so eine Sperre, die zwar nicht funktioniert, einfach umgeht, ist man laut Frau von der Leyen &#8220;&#8230;<em>schwer pädokriminell</em> &#8230;&#8221; (s. unten).</p>
<p>6: Die dänische, finnische und australische Sperrliste ist bei WikiLeaks.org zu finden - und die Listen scheinen in der Zwischenzeit die erste Anlaufstelle der Pädophilen im Netz zu sein. Wie man so hört, &#8220;&#8230; <em>war es [wohl] noch nie so einfach, an die Adressen dieser Websites zu kommen, wie jetzt mit diesen Listen</em> &#8230; &#8220;</p>
<p>Dann kommen die noch weitaus interessanteren Fragen, die seit Wochen ein Sturm der Entrüstung im Internet ausgelöst haben, die aber die Otto-Normalverbraucher draussen nicht interessieren:</p>
<h3>Was ist ein <em>Telemedienangebot&#8230;,</em> [dessen] <em>Zweck darin besteht, auf derartige Telemedienangebote</em> [Kinderpornographie-Angebote, die Red.] <em>zu verweisen</em>?</h3>
<p>Nach den Kritikern beinhaltet dies alle Websites, die in irgendeiner Form auf ein solches Kinderpornographie-Angebot verlinken. Die Frage ist natürlich, ab wievieltem Grad der Verlinkung der Anbieter einer &#8220;normalen&#8221; Website nicht mehr auf der Sperrliste landet. Ist es Grad eins, zwei, zehn, zwanzig? Wenn wir davon ausgehen, dass jeder Mensch mit jedem anderen Menschen über sieben Links verbunden ist, stellt sich die Frage, welche Seite im Internet mit welcher anderen Seite ab wievieltem Grad verbunden ist.</p>
<h3>Was passiert eigentlich, wenn man aus Versehen auf ein Link im Internet klickt und dann auf so einer Sperrseite landet (Stopp-Schild)?</h3>
<p>Laut der Interpretation aller Fachleute wird der Zugriffsversuch natürlich protokolliert und vom BKA als Versuch, auf die Website zuzugreifen, gewertet. Dies führt dazu, dass man als Kinderpornographie-Interessierter eingestuft wird und gemäss §184b Abs 4 StGB sich strafbar macht. Die Interpretation der Fachleute ist, dass man dann erst nachweisen muss, dass dies aus Versehen erfolgt ist, da der Versuch des Zugriffs vorhanden war und damit strafrechtlich relevante Aktion, die von der Polizei von Amts wegen verfolgt werden muss. Das führt im Zweifelsfalle zu Hausdruchsuchungen und Beschlagnahmung der gesamten IT zuhause zur Untersuchung auf kinderpornografische Inhalte.</p>
<p>Was hier insbesondere erfolgt ist eine Beweislastumkehr, d.h. man muss beweisen, dass man unschuldig ist. Auch hier wird der Rechtstaat wieder komplett ausgehebelt.</p>
<p>Noch gefährlicher wird es, wenn man das ganze zu Ende denkt: Stellen Sie sich vor, Sie bekommen eine Spam-Mail, die als solche nicht zu erkennen ist (passiert wohl doch öfter als man denkt) und klicken dort auf einen Link&#8230;. und dann landen Sie auf einer dieser Stopp-Seiten&#8230; Ich würde Ihnen raten, sofort Ihre Siebensachen zu packen und das Land zu verlassen! Denn in Kürze könnte dann das BKA bei Ihnen an der Haustür klopfen&#8230; mit einem Rammbock&#8230; Ihre PC-Anlage beschlagnahmen und Sie in Handschellen abführen. Sicher, nach monatelanger Diskussion und Untersuchung stellt man fest, dass Sie unschuldig sind&#8230; aber Job weg, Frau weg, Kinder weg, Ruf weg&#8230; Nunja, vielleicht wären Sie jetzt sogar ein Terror-Kandidat&#8230; vielleicht will man ja damit nur Terroristennachwuchs fördern, damit das BKA nicht arbeitslos wird&#8230;</p>
<p>Ich übertreibe? Hmm, vielleicht gibt Ihnen die Aussage unserer Familienministerin im <a href="http://www.radioeins.de/programm/sendungen/eine_stunde_zeit/kopf_der_woche/ursula_von_der_leyen.html">Interview mit <em>radioeins</em></a> vom 24. April einen Einblick in die Denkmuster unserer Politiker (Zitat ungefähr bei Minute 3):</p>
<blockquote>
<p><em>&#8220;Wir wissen, dass bei den vielen Kunden, die es gibt, rund 80 Prozent die ganz normalen User des Internets sind. Und jeder, der jetzt zuhört, kann eigentlich sich selber fragen: Wen kenne ich, wer Sperren im Internet aktiv umgehen kann? Die müssen schon deutlich versierter sein. Das sind die 20 Prozent. Die sind zum Teil schwer Pädokriminelle. Die bewegen sich in ganz anderen Foren. Die sind versierte Internet-Nutzer, natürlich auch geschult im Laufe der Jahre in diesem widerwärtigen Geschäft.&#8221;</em></p>
</blockquote>
<p>Das bedeutet, dass Frau von der Leyen 20% der deutschen Internetnutzer (etwa 5-6% aller Deutschen) für schwer pädokriminell hält und damit auch eine Geisteshaltung darlegt, die auch Hausdurchsuchungen mit dem Rammbock ohne weiteres legitimieren würde. <em>Fourth-Reich, ick hör&#8217; dir trippeln&#8230;</em></p>
<p>Das Schlimsste an der Sache finde ich, dass das ganze wahrscheinlich beim Bundesverfassungsgericht landen wird und dort abgeschmettert (hoffe ich). Was ist schlimm daran? Naja, ich habe das Gefühl, dass dieses unser Land eigentlich nur noch vom Bundesverfassungsgericht regiert wird. Alles landet dort. In regelmässigen Abständen muss das BVerfG entscheiden, ob die Legislative wieder Mist gebaut hat oder nicht (meistens: Ja). Eigentlich können wir die Legislative doch auch abschaffen, wenn sie eh nichts zustande bringt und eh immer nur das BVerfG entscheidet&#8230;</p>
<p>Ich will hier die ganzen Argumente der Kritiker nicht noch mal selbst wiedergeben, statt dessen liste ich die Links auf und möchte Sie alle auffordern:</p>
<p>Geht zur Website des Bundestags, unterschreibt die Petition, schreibt Briefe und Emails an Eure Abgeordneten mit der Aufforderung, gegen diese Internet-Zensur zu stimmen (sonst stimmt Ihr bei der nächsten Wahl gegen sie) und schlagt dem Bundestag und den Abgeordneten dort das Grundgesetz heftigst um die Ohren, denn:</p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>Wir brauchen in Deutschland nicht nochmals eine GeStaPo, StaSi oder Vergleichbares. Wir sind ein demokratischer Rechtstaat und hier gelten: Unschuldsvermutung, Gewaltenteilung, und &#8220;&#8230; eine Zensur findet nicht statt&#8221; (Art 5 GG).</strong></h2>
<p>Hier nun die weiterführenden Links:</p>
<ul>
<li><a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860">Bürgerpetition an den Bundestag</a></li>
<li><a href="http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/Gesetz/entwurf-gesetzes-zur-bekaempfung-der-kinderpornographie-in-kommunikationsnetzen,property=pdf,bereich=bmwi,sprache=de,rwb=true.pdf">Der Text des Gesetzesvorschlags</a></li>
<li><a href="http://www.gesetze-im-internet.de/gg/index.html">Das Grundgesetz (GG) für die Bundesrepublik Deutschland</a></li>
<li><a href="http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/index.html">Das Strafgesetzbuch (StGB)</a></li>
<li><a href="http://www.heise.de/ct/Die-Argumente-fuer-Kinderporno-Sperren-laufen-ins-Leere--/artikel/135867">Verschleierungstaktik</a>, Die Argumente für Kinderporno-Sperren laufen ins Leere (c&#8217;t)</li>
<li><a href="http://www.fixmbr.de/deutsche-kinderhilfe-jetzt-wirds-schmutzig-zensursula/">Deutsche Kinderhilfe - Jetzt wird&#8217;s schmutzig</a> [Update: neu hinzugefügt]</li>
<li><a href="http://www.datenschutzbeauftragter-online.de/uberblick-zum-thema-netzsperren/">Überblick zum Thema Netzsperren</a> [Update: neu hinzugefügt]</li>
<li><a href="http://www.heise.de/newsticker/Internet-Watch-Foundation-zaehlt-weniger-Kinderporno-Seiten--/meldung/137021" title="Internet Watch Foundation zählt weniger Kinderporno-Seiten">Internet Watch Foundation zählt weniger Kinderporno-Seiten</a> (heise.de)</li>
<li><a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30267/1.html">Juchuu, zwei neue Websiten, die ich schauen darf</a> (Telepolis)</li>
<li><a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30199/1.html">20 Prozent der Internetnutzer sind &#8220;zum Teil schwer Pädokriminelle&#8221;</a> (Telepolis)</li>
<li><a href="http://netzpolitik.org/2009/bundestag-tv-die-zensursula-debatte/">Bundestag: Debatte zur Internetzensur</a> (Netzpolitik/YouTube; im Übrigen waren nur ca 30 MdBs da und die Initiatoren selbst nicht)</li>
<li><a href="http://netzpolitik.org/2009/hintergrundtext-kinderpornographie-internet-sperren/">Hntergrundtext: Kinderpornografie und Internet-Sperren</a> (Netzpolitik; sehr lang und viele nützliche Links)</li>
<li><a href="http://www.heise.de/newsticker/Kinderporno-Sperren-Regierung-erwaegt-Echtzeitueberwachung-der-Stoppschild-Zugriffe--/meldung/136769" title="Kinderporno-Sperren: Regierung erwägt Echtzeitüberwachung der Stoppschild-Zugriffe">Kinderporno-Sperren: Regierung erwägt Echtzeitüberwachung der Stoppschild-Zugriffe</a> (heise.de)</li>
<li><a href="http://www.heise.de/ct/Medienrechtsforum-Forderungen-nach-Ausweitung-von-Internetsperren--/news/meldung/136764" title="Medienrechtsforum: Forderungen nach Ausweitung von Internetsperren">Medienrechtsforum: Forderungen nach Ausweitung von Internetsperren</a> (heise.de)</li>
<li><a href="http://www.heise.de/ct/Medienrechtsforum-Streit-um-Web-Sperren--/news/meldung/136683" title="Medienrechtsforum: Streit um Web-Sperren">Medienrechtsforum: Streit um Web-Sperren</a> (heise.de)</li>
<li><a href="http://www.heise.de/ct/Bundesjustizministerin-warnt-vor-Begehrlichkeiten-bei-Web-Sperren--/news/meldung/136709" title="Bundesjustizministerin warnt vor ">Bundesjustizministerin warnt vor &#8220;Begehrlichkeiten&#8221; bei Web-Sperren</a> (heise.de)</li>
<li><a href="http://www.heise.de/newsticker/Kinderporno-Sperren-im-internationalen-Vergleich--/meldung/133295" title="Kinderporno-Sperren im internationalen Vergleich">Kinderporno-Sperren im internationalen Vergleich</a> (heise.de)</li>
<li><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,623125,00.html">Politik, Populismus und Kinderporno</a> (Spiegel Online)</li>
<li><a href="http://www.zeit.de/online/2009/17/netzsperren-bka-gesetz">Keine Allmacht für das BKA</a> (ZEIT Online)</li>
<li><a href="http://www.zeit.de/online/2009/04/kinderpornografie-sperren">Kindeerporno-Seiten werden gesperrt</a> (ZEIT Online)</li>
<li><a href="http://www.zeit.de/online/2009/04/kinderpornografie-sperren">Internet-Sperren für Kinderpornos: &#8220;Ein Anruf genügt&#8221;</a> (Süddeutsche.de)</li>
<li><a href="http://www.sueddeutsche.de/computer/877/465468/text/">Kampf gegen Kinderpornos: &#8220;Es ist das schiere Grauen&#8221;</a> (Süddeutsche.de)</li>
<li><a href="http://www.sueddeutsche.de/computer/825/465416/text/">Gut gemeint, aber wirkungslos</a> (Süddeutsche.de)</li>
<li><a href="http://www.welt.de/politik/article3686830/Die-Netzgemeinde-macht-Front-gegen-Zensursula.html">Die Netzgemeinde macht Front gegen &#8220;Zensursula&#8221;</a> (Welt.de)</li>
<li><a href="http://www.welt.de/berlin/article3689236/Internetnutzer-wollen-Ursula-von-der-Leyen-stoppen.html">Internetnutzer wollen Ursula von der Leyen stoppen</a> (Welt.de)</li>
<li><a href="http://30kilo.wordpress.com/2009/05/02/zensursula-oder-warum-das-der-absolut-falsche-weg-ist/">Zensursula und warum das der falsche Weg ist</a></li>
<li><a href="http://mogis.wordpress.com/2009/05/01/warum-ich-gegen-internetsperren-bin-eine-mutter-kommentiert/">Warum ich gegen Internet-Sperren bin</a> (Eine Mutter kommentiert)</li>
<li><a href="http://mogis.wordpress.com/">MussbrauchsOpfer Gegen Internet-Sperren</a></li>
<li><a href="http://www.trotzallem.de/Offener_Brief_Familienministerin.pdf">Offener Brief des Vereins Trotz Allem e.V.</a></li>
<li><a href="http://www.ccc.de/updates/2009/internet-sperren-20090401?language=en">CCC: Internetsperren greifen zu kurz</a> (CCC, Etwas zum lachen&#8230;)</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>The world in 2007&#8230; according to various media sources</title>
		<link>http://www.caito.de/2008/03/the-world-in-2007/</link>
		<comments>http://www.caito.de/2008/03/the-world-in-2007/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 26 Mar 2008 15:26:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Imdat Solak</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Media]]></category>

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		<description><![CDATA[L&#8217;observatoire des Médias hat einen wunderbaren Artikel mit einer schönen Flash-Animation, die zeigt, wie die Welt in 2007 gemäss verschiedenen Medien ausgesehen hat.
Nicolas Kayser-Bril schreibt dazu:

  
These maps allow you to grasp several media trends at a glance. First, traditional newspapers are highly selective in their coverage of world news. Looking at the three [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>L&#8217;observatoire des Médias hat einen wunderbaren Artikel mit einer schönen Flash-Animation, die zeigt, wie die Welt in 2007 gemäss verschiedenen Medien ausgesehen hat.</p>
<p><a href="http://www.observatoiredesmedias.com/2008/03/24/le-monde-dans-les-yeux-dun-redac-chef-lamericaine-version/">Nicolas Kayser-Bril schreibt dazu</a>:</p>
<blockquote><p>
  </p>
<p>These maps allow you to grasp several media trends at a glance. First, traditional newspapers are highly selective in their coverage of world news. Looking at the three British dailies, editors favour countries that are bigger and more populous, but also closer to home and better developed. They also give more room to the countries of origin of British immigrants, especially if they are white (look at the size of Australia and New-Zealand). Hardly surprising, but still disheartening, especially when you consider that the only brand that does not advocate objectivity, The Economist, covers the world more equally.</p>
</blockquote>
<p></p>
<p><span id="more-63"></span><br />
Hier ist auch die Karte:<br />
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</object><br />
Sowas gefällt mir besonders gut, zeigt es doch, wie unsere Sicht auf die Welt wirklich geprägt ist. Als langjähriger Economist-Leser finde ich es besonders positiv, dass der Economist zwar Nordamerika etwas kleiner darstellt aber zumindest Asien und Afrika doch den gebührenden Platz einräumt. Ok, UK &#8230; aber Economist ist nun mal ein schottisches Magazin&#8230;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Spinnt, der Westen&#8230; (Achtung: Polemik!)</title>
		<link>http://www.caito.de/2007/07/der-spinnt-der-westen-achtung-polemik/</link>
		<comments>http://www.caito.de/2007/07/der-spinnt-der-westen-achtung-polemik/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 12 Jul 2007 10:18:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Imdat Solak</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Media]]></category>

		<category><![CDATA[Society + Politics]]></category>

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		<description><![CDATA[
Günter Walraff möchte Satanische Verse in der Moschee vorlesen (FAZ, Süddeutsche, SPON), ausgerechnet Günter Walraff. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass der Westen gerade spinnt&#8230;



&#8230; dass wir alle gerade spinnen, wenn es um den Westen und Islam geht - wenn es um den Umgang mit dem Islam geht.


Wir können im Westen nicht zwischen Islam, Terrorrismus, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
Günter Walraff möchte Satanische Verse in der Moschee vorlesen (<a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~EBA8C986DE96348D991F0D67FC768FC41~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ</a>, <a href="http://www.sueddeutsche.de/,tt6m3/kultur/artikel/245/123075/">Süddeutsche</a>, <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,493758,00.html">SPON</a>), ausgerechnet Günter Walraff. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass der Westen gerade spinnt&#8230;
</p>
<p><span id="more-54"></span></p>
<p>
&#8230; dass wir alle gerade spinnen, wenn es um den Westen und Islam geht - wenn es um den Umgang mit dem Islam geht.
</p>
<p>
Wir können im Westen nicht zwischen Islam, Terrorrismus, Mord und Idiotie unterscheiden. Wir versuchen immer wieder, selbst die gemäßigtesten Muslime zu provozieren, die irgendwann, selbst wenn sie nicht im entferntesten gläubig sind, sich selbst angegriffen fühlen.
</p>
<p>
Wer mich kennt, weiss, dass ich in keinster Weise religiös bin. Ich habe mich intensiv, soweit bisher möglich, mit den monotheistischen Religionen beschäftigt, habe die Bibel, den Koran und die Thora gelesen - mehr als einmal. Habe mich mit der Historie, der Entstehung und Entwicklung dieser drei Krisenreligionen beschäftigt. Aber gläubig? Nicht im entferntesten.
</p>
<p>
Nur&#8230; auch ich bin in der islamischen Kultur (Türkei) erzogen worden - zumindest die ersten elf Jahre meines Lebens. Und diese prägen in gewisser Hinsicht. Ich zähle mich nicht zu den Religiösen, aber zu dieser durch Islam geprägten Gesellschaft zugehörig.
</p>
<p>
Wenn ich dann Aussagen wie die von Wallraff lese, dann frage ich mich, ob die Leute jetzt &#8220;&#8230; <em>wirklich </em><strong><em>alle</em></strong><em> einen Rad abhaben</em>&#8230;&#8221; oder ob Wallraff Aufmerksamkeit braucht.
</p>
<p>
Wir wissen alle, dass dies ein Affront ist - genauso aber der Rittersschlag von Salman Rushdie. Es ist ein Affront - in gewisser Hinsicht. Beim Ritterschlag ist es egal, da können auch die religiösen (wohlgemerkt nicht die Fanatiker) sich damit &#8220;trösten&#8221;, dass es eine innere Angelegenheit des Vereinten Königreichs ist und die Queen selbstverständlich jeden, den sie will (so es den britischen Regeln dazu entspricht) zu Ritter schlagen darf und kann.
</p>
<p>
Aber eine Lesung aus &#8220;Satanische Verse&#8221; in einer Moschee?? Die <a href="http://www.sueddeutsche.de/,tt6m3/kultur/artikel/245/123075/">Süddeutsche schreibt dazu</a> treffend:
</p>
<blockquote><p>
Während also die Muslime noch überlegen, ob sie ihre Demokratie-Tauglichkeit mit der Lesung eines Textes beweisen, den selbst Nicht-Radikale als Affront auffassen, seien deshalb an dieser Stelle einige Vorschläge nachgereicht: Der Vatikan könnte seine Nächstenliebe durch einen ökumenischen Schwulengottesdienst im Petersdom beweisen; Synagogen sollten sich samstags endlich der Vorführung von Mel Gibsons umstrittenem Jesus-Film &#8220;Passion&#8221; öffnen; und in Hindu-Tempeln könnte eine zünftige Steak-Party einen echten Durchbruch bedeuten. Nur Mut.
</p></blockquote>
<p>
Warum eigentlich nicht? Das wäre ein Affront gegenüber den Juden? &#8230; den Christen? Hmmm&#8230; hmmm&#8230; und nochmals hmmm&#8230;
</p>
<p>
Irgendwie finde ich natürlich die Krönung dann die Aussage von Ralph Giordano:
</p>
<blockquote><p>
Es gibt ja die Taquyya, die im Islam erlaubte Verstellung und Täuschung bei der Auseinandersetzung mit Ungläubigen. [...] Egal, wie die Antwort ausfällt: Ehrlich wird sie nicht sein. Allenfalls, wenn die Lesung stattfinden sollte, was ich nicht glaube, ist sie ein Alibi, reine Taktik.
</p></blockquote>
<p>
Letztendlich ist es eh egal, was die Muslime machen - ob sie sich anpassen oder nicht, ob sie verfassungskonform leben oder nicht - denn, so Herr Giordano, &#8220;&#8230; <em>das ist eh alles nur Alibi, reine Taktik</em>&#8220;, denn sie verstellen sich. Also, Herr Giordano, dann sollen sie doch weiterbomben, warum auch nicht, oder? &#8230; sind ja eh alles nur sich verstellende Bomber, Terroristen, Attentäter - egal wie friedlich sie sich geben!
</p>
<p>
Ja Herr Giordano, Sie wissen es natürlich besser, viel besser und können es richtig gut erläutern (<a href="http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E87EE751B5D8A4366AC767D05B16CD63E~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Nein und dreimal nein!</a>). Manchmal finde ich Ihre Argumentationsketten gar nicht mal so schlecht, ganz im Gegenteil. Ich habe nur Probleme mit Ihren Schlussfolgerungen, Herr Giordano, und manchmal ist es besser, man sagt gar nichts, man hält einfach den Mund (um Jacques Chirac zu zitieren, den ich auch nicht mag) als dass man diskriminierende Schlussfolgerungen zieht. Womit ich beispielsweise grosse Probleme habe, sind Passagen wie:
</p>
<blockquote><p>
Ich will sagen dürfen, dass ich auf deutschen Straßen weder Burka noch Tschador begegnen will, so wenig wie Muezzin-Rufe von haushohen Minaretten hören.
</p></blockquote>
<p>
Es hindert Sie niemand daran, zu sagen, was sie denken und wollen, so lange es im Rahmen der Gesetze liegt. Aber warum sollte ein Muezzin nicht genauso zum Gebet rufen können wie das Kirchengeläut? Warum wollen Sie die Minderheit der Muslime, zu deren Religion es gehört, zum Gebet zu rufen, unterdrücken? Sie begehen die gleichen Fehler, wie jeder andere Radikale, wenn Sie die Rechte der anderen einschränken. Auch Laizismus kann zum Fanatismus werden - wie wir es gerade in der Türkei teilweise erleben. Auch Laizismus kann zu einer Religion werden. In Ihrem Kampf, lieber Herr Giordano (und alle anderen Möchtegern-Experten und -Intellektuen da draussen), ja, in Ihrem Kampf werden Sie alle genauso radikal, genauso fanatisch und übersehen die feine Linie zwischen liberal und radikal, liberal und fanatisch! Alles kann zu einer fanatisch verfolgten Religion werden, wenn man sie fanatisch genug verteidigt - selbst Frieden!
</p>
<p>
Glauben Sie, dass es einfach für mich als liberalen Menschen ist, eine eindeutige Stellung zum Kopftuchtragen zu finden? Liberal heisst, dass jeder Mensch das Recht zur vollständigen Persönlichkeitsentfaltung hat. Ich besuche mit Ihnen gerne mal meine Tante in der Türkei in einem kleinen Dorf und sie soll Ihnen mal erklären, warum sie ein Kopftuch trägt, warum sie es von sich aus macht, warum sie es nicht aus radikal-islamischen Gründen macht und warum sie Fanatiker für dumm und unwissend hält. Vielleicht fangen Sie dann an zu differenzieren.
</p>
<p>
Aber genug, es geht mir nicht um Giordano, es geht mir um die schrillen Töne, die gerade insbesondere in Europa gegen Muslime angeschlagen werden.
</p>
<p>
Schrille Töne, seien sie von Giordano, Kelek, oder von unserem Dauer-Nörgler Henryk M. Broder tragen weniger dazu bei, den Graben zu überbrücken als vielmehr, diesen noch weiter zu machen, noch grösser, noch unüberbrückbarer. Wir sind, liebe Leut&#8217;, auf dem besten Weg in einen echten Krieg - einen Krieg zwischen Islam und der westlichen Welt.
</p>
<p>
Gemässigtere Töne, vielleicht von weniger prominenten Möchtegern-Kennern, von Tante Emine und Onkel Osman von der Strasse wären sinnvoller. Denn diese sind Vertreter, Repräsentation, nicht Kelek, nicht Giordano, nicht Hakki Keskin, einfach mal Tante Emma und Onkel Otto von der Strasse&#8230; Wie wäre es damit?
</p>
<p>
Ich, auf jeden Fall, fühle mich weder von der türkischen Regierung, noch von Kelek, noch von Giordano, noch von Ditibi, noch von Keskin, noch von anderen solchen Möchtegern-Experten vertreten. Ich lebe seit 28 Jahren hier, bin glücklich und stolz, einiges erreicht zu haben, froh darüber, dass ich bisher keine echte Diskriminierung erlebt habe, eine Entwicklungschance wie jeder gebürtige Deutsche bekam und mich hier zu hause fühle &#8212; aber je schriller die Töne werden, desto fremder fühle ich mich in diesem Land wieder&#8230; Danke Herr Giordano, Frau Kelek, Herr Broder und Konsorten!
</p>
<p>
<span style="text-decoration:underline;">Links:</span><br />
<br />- Wallraf &#38; Co: <a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~EBA8C986DE96348D991F0D67FC768FC41~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ</a>, <a href="http://www.sueddeutsche.de/,tt6m3/kultur/artikel/245/123075/">Süddeutsche</a>, <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,493758,00.html">SPON</a><br />
<br />- Giordano: <a href="http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E87EE751B5D8A4366AC767D05B16CD63E~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Nein und dreimal nein!</a>, <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,488040,00.html">Ich bin doch kein Türkenschreck</a> ([...] <em>schleichende Islamisierung in Deutschland</em> [...])<br />
<br />- Kelek: <a href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~EC00525E16AE04646B64CE296DA7CE08C~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Das Minarett ist ein Herrschaftssymbol</a><br />
<br />- Interviews: <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,493420,00.html">Wir haben wahrlich nichts zu feiern</a><br />
<br />- Andere: <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,488987,00.html">Die zwei Welten von Köln</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Protected: In eigener Sache: &#8230;</title>
		<link>http://www.caito.de/2007/06/in-eigener-sache/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Jun 2007 17:49:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Imdat Solak</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Media]]></category>

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		<description><![CDATA[There is no excerpt because this is a protected post.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<form action="http://www.caito.de/wp-pass.php" method="post">
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		<item>
		<title>Keese: Zurück in die Vergangenheit</title>
		<link>http://www.caito.de/2007/05/keese-zuruck-in-die-vergangenheit/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2007 03:38:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Imdat Solak</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Media]]></category>

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		<description><![CDATA[
Im Blog-Streit im Springer Verlag sagt Christoph Keese in einem Süddeutsche.de-Interview:

Redaktionen haben eine hierarchische Struktur, weil Jahrhunderte Erfahrung gezeigt haben, dass so die höchste Qualität entsteht.


Herr Keese, da kann man leider nur sagen: Zurück in die Vergangenheit!



Ich hatte wirklich fachlich grossen Respekt vor Ihnen, dass Sie damals als Chefredakteur bei der Einführung der FTD in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
Im <a href="http://www.sueddeutsche.de/,tt5m2/kultur/artikel/208/114094/">Blog-Streit im Springer Verlag sagt Christoph Keese in einem Süddeutsche.de-Interview</a>:</p>
<blockquote><p>
Redaktionen haben eine hierarchische Struktur, weil Jahrhunderte Erfahrung gezeigt haben, dass so die höchste Qualität entsteht.
</p></blockquote>
<p>
Herr Keese, da kann man leider nur sagen: Zurück in die Vergangenheit!
</p>
<p><span id="more-51"></span></p>
<p>
Ich hatte wirklich fachlich grossen Respekt vor Ihnen, dass Sie damals als Chefredakteur bei der Einführung der FTD in Deutschland mitgearbeitet haben.
</p>
<p>
Ich hatte Respekt, als sie diese grossartige Aufgabe hinter sich liessen (aus welchen Gründen auch immer) und zu Axel Springer gingen, um dort etwas aufzubauen (was eigentlich?)
</p>
<p>
Ich hatte Respekt, als ich das erste Mal die Ideen zu Welt Online und dem zentralen Newsroom las.
</p>
<p>
Ich hatte noch Respekt, als Sie es launchten und ich es gar nicht benutzen konnte, weil das Design in meinen Browsern (weil ich die Schriftgrösse geändert hatte) völlig verhunzt daherkam.
</p>
<p>
Aber jetzt haben Sie den letzten Respekt (fachlich) verloren. Wie kann man eigentlich so einen Blödsinn von sich geben, dass &#8220;<em>&#8230; Jahrhunderte Erfahrung gezeigt haben, dass so die höchste Qualität entsteht.</em>&#8220;? Das zeugt nur eindeutig davon, dass Sie es immer noch nicht verstanden haben, worum es im Web geht. Dass Sie immer noch nicht verstanden haben, worum es im Web2.0 geht und dass Sie immer noch nicht verstanden haben, dass der Wind sich gedreht hat.
</p>
<p>
Herr Keese: statt sich den Lesern zu stellen, ungefiltert Blogs zu veröffentlich und mit den Lesern zu interagieren, gehen Sie zurück in die Diktatur des 18., 19. und 20. Jahrhunderts.
</p>
<p>
Sie wissen was mit inflexiblen Evolutionsteilnehmern (Betonköpfe, Dinosaurier) passiert ist? Neee? Naja, wie sagte schon Konfuzius:
</p>
<blockquote><p>
Es gibt drei Arten des Lernens: Durch Nachdenken, das ist der Schwerste; durch Nachahmen, das ist der Leichteste; durch Erfahrungen, das ist der Bitterste.
</p></blockquote>
<p>
Ich hoffe, es wird für Sie nicht <strong>zu</strong> bitter&#8230;
</p>
<p>
&#8230; Ihr Imdat Solak</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ach weeß nich, mich isses so gomisch,</title>
		<link>http://www.caito.de/2007/05/ach-wees-nich-mich-isses-so-gomisch/</link>
		<comments>http://www.caito.de/2007/05/ach-wees-nich-mich-isses-so-gomisch/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 10 May 2007 19:23:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Imdat Solak</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Media]]></category>

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		<description><![CDATA[
&#8230;
Und ärchendwas macht mich verstimmt.
Ich globe, des is anadomisch,
Wie das bei de Menschen so kimmt.
&#8230;


&#8230; wie das bei Old-Media-Menschen &#8220;&#8230; so kimmt&#8230;&#8221; könnte man sagen.


Es ist der übliche PR-Gau, der Fehler, aus dem die Leute in traditionellen Medien niemals lernen. In Print kann man einen Artikel einfach vergessen, aber Löschen im Web 2.0 [ist] keine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
&#8230;<br />
<br />Und ärchendwas macht mich verstimmt.<br />
<br />Ich globe, des is anadomisch,<br />
<br />Wie das bei de Menschen so kimmt.<br />
<br />&#8230;
</p>
<p>
&#8230; wie das bei Old-Media-Menschen &#8220;&#8230; so kimmt&#8230;&#8221; könnte man sagen.
</p>
<p>
Es ist der übliche PR-Gau, der Fehler, aus dem die Leute in traditionellen Medien niemals lernen. In Print kann man einen Artikel einfach vergessen, aber <a href="http://www.blogh.de/721">Löschen im Web 2.0 [ist] keine gute Idee</a> &#8230; insbesondere wenn man einen <strong>unangenehmen</strong> Kommentar löscht.
</p>
<p><span id="more-50"></span></p>
<p>
Schade, schade, wird es Welt Online jemals lernen? Werden es die Verantwortlichen aus den Papier-Medien jemals lernen, dass <strong>Netzwerke anders funktionieren</strong> als Papier, dass das Web und erst recht Web2.0 nichts vergisst, nichts verliert?
</p>
<p>
Wohl kaum, sonst würde man dem <a href="http://www.bildblog.de/2251/der-grosse-selbstbetrug-von-kai-diekmann">grossen Selbstbetrug des Kai Dieckmann</a> keinen Raum lassen und endlich anfangen, zu <strong>inter</strong>-agieren, statt falsch, voreilig, unfähig und unsinnig zu <strong>re-</strong>agieren.
</p>
<p>
<a href="http://turi-2.blog.de/">turi2</a> schreibt &#8220;Tropf des Tages&#8221;, jeder andere an seiner (oder auch an meiner) Stelle würde wahrscheinlich eher sagen: &lt;<a href="http://www.runaway.at/depp/">zensiert, bevor ich auch verklagt werde</a>&gt; <img src='http://www.caito.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> (oder auch <a href="http://www.google.com/search?ie=utf8&amp;oe=utf8&amp;q=depp+des+tages">hier was zu finden</a>)
</p>
<p>
Ach, noch eins: Liebe Welt Online-Leitung: inter-agieren heisst zu dem, was veröffentlich wird, auch wenn es nicht mit der Chefredaktion abgestimmt war, Stellung nehmen, dazu stehen und mit den Lesern kommunizieren, interagieren. Ihr hattet die <strong>einmalige Gelegenheit</strong>, die PageImpressions und die Reichweite von Welt Online von dümpelnden 30-40m auf 60-80m zu steigern, indem ihr dazu steht, indem ihr mit den Lesern kommuniziert, indem ihr mit ihnen &#8230; <strong>inter</strong>-agiert, indem ihr klar Stellung bezieht zum Kommentar - aber nicht indem ihr feige solche Beiträge einfach löscht, zensiert, schwärzt. Das gibt nur einen Skandal. Und nicht immer ist &#8220;&#8230; schlechte PR auch PR&#8230;&#8221; - manchmal ist schlechte PR einfach ebendas: schlechte, saudumme PR.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Türkei im Demokratierausch</title>
		<link>http://www.caito.de/2007/04/turkei-im-demokratierausch/</link>
		<comments>http://www.caito.de/2007/04/turkei-im-demokratierausch/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 Apr 2007 06:25:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Imdat Solak</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Media]]></category>

		<category><![CDATA[Society + Politics]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.caito.de/2007/04/30/turkei-im-demokratierausch/</guid>
		<description><![CDATA[
Die Türkei ist im Demokratierausch. Wichtiger als was gerade passiert, ist das, was nicht passiert. Nämlich kein Putsch. Das Militär ist von allen Beteiligten (ausser Sezer) in die Schranken verwiesen worden. Einige zurückgebliebene Politker und Zivilgesellschaften würden zwar weiterhin alles dem Militär überlassen, aber das Volk nicht. Das Volk scheint endgültig die Nase voll zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
Die Türkei ist im Demokratierausch. Wichtiger als was gerade passiert, ist das, was nicht passiert. Nämlich kein Putsch. Das Militär ist von allen Beteiligten (ausser Sezer) in die Schranken verwiesen worden. Einige zurückgebliebene Politker und Zivilgesellschaften würden zwar weiterhin alles dem Militär überlassen, aber das Volk nicht. Das Volk scheint endgültig die Nase voll zu haben von Staatsstreichen.
</p>
<p><span id="more-49"></span></p>
<p>
Die Massendemostrationen der letzten zwei Wochen haben zwei klare signale gesetzt:
</p>
<ol>
<li>Die Demonstranten wollen kein AKP-Mitglied als Präsidenten haben</li>
<li>Die Demonstranten wollen keinen Militärputsch mehr.</li>
</ol>
<p>
Viel wichtiger ist, was die Kolumnisten und sogar Oppositionspolitiker in der Zwischenzeit sagen und schreiben. Selbst die geistig/ideologisch zurück gebliebene CHP spricht davon, dass die Krise mit demokratischen Mitteln gelöst werden muss. Die Geister, die sie rief -in Form der Generalschaft- erschienen ihr wohl doch zu gefährlich. Selbst der geistig in den Achtzigern gebliebene Deniz Baykal spricht von Demokratie&#8230;
</p>
<p>
<a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,480116,00.html">Massenproteste in Istanbul: &#8220;Ich will nicht mit Kopftuch in die Schule!&#8221;</a><span style="color:#1a1aff;text-decoration:underline;"></p>
<p></span>Die mächtige Lobby-Organisation TÜSIAD hat vorgezogene Wahlen vorgeschlagen (vielmehr hat ihr Sprecher gesagt, dass das ganze jetzt nach vorgezogenen Wahlen aussieht). Die AKP sollte auf keinen Wahl den Forderungen nachgeben, denn dann würde es aussehen, als ob sie dem Druck der Generäle gewichen wäre. Das darf sie nicht machen.
</p>
<p>
Die Gewinnerin wird, sofern die AKP nicht nachgibt,die Demokratie sein. Ich gehe davon aus, dass das Verfassungsgericht eine &#8220;politische Entscheidung&#8221; treffen wird - wahrscheinlich sogar auf Wunsch der AKP. Das ist akzeptabel. Alternativ könnte die AKP vorschlagen, Bülent Arinç als Parlamentspräsidenten abzusetzen und ein CHP-Mitglied zu wählen - parallel zur Wahl des Präsidenten. Das könnte eine vollständig demokratische Lösung sein. Der neue Parlamentspräsident kann dann sofort das Parlament auflösen und Neuwahlen ansetzen.
</p>
<p>
Es ist das erste Mal in der türkischen Geschichte, dass Demokratie so gelebt wird. Im Parlament, hinter den Kulissen, in der Presse und auf der Strasse: Friedlich, freieheitlich, demokratisch.
</p>
<p>
Einzelne Meinungen von ewig gestrigen (auch in Leserkommentaren bei FAZ.NET, sei es von einer Ayse KUL, Franz Ujvar, oder A. Keller - wahrscheinlich sind es ein und dieselben unter: FAZ.NET: <a href="http://www.faz.net/s/Rub28FC768942F34C5B8297CC6E16FFC8B4/Doc~E2FB0AA7C8EC246988C8BC17DA5B92DF1~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Testfall für Beziehungen zwischen Staat und Militär</a>), die eine Lösung seitens des Militärs wollen, sind glücklicherweise eben das: Einzelmeinungn von ewig Gestrigen. Das Volk (und vielmehr die Wirtschaft und die Kommentatoren) haben entschieden. Militär hat sich gefälligst rauszuhalten. Der Vorgang ist demokratisch zu lösen.
</p>
<p>
Wie, das steht noch aus&#8230;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.caito.de/2007/04/turkei-im-demokratierausch/feed/</wfw:commentRss>
		</item>
		<item>
		<title>Wie wollt Ihr am Wahlmorgen aufwachen?</title>
		<link>http://www.caito.de/2007/04/wie-wollt-ihr-am-wahlmorgen-aufwachen/</link>
		<comments>http://www.caito.de/2007/04/wie-wollt-ihr-am-wahlmorgen-aufwachen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 28 Apr 2007 09:13:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Imdat Solak</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Media]]></category>

		<category><![CDATA[Society + Politics]]></category>

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		<description><![CDATA[
In Hürriyet: O sabah nasıl uyanacaksınız schreibt Ertugrul Özkök, der Chefredaktuer der türischen Boulevard-Zeitung (der grössten türkischen Zeitung der Welt), was das eigentliche Problem dieser Präsidentschaftswahlen ist (übrigens ist er genauso wie ich für Abdullah Gül als Präsidentschaftskandidat).



Der Versuch, die Wahlen über die &#8220;künstliche Notwendigkeit&#8221; von 367 anwesenden Abgeordneten zu steuern, ist eine Vorgehensweise, die [...]]]></description>
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In <a href="http://www.hurriyet.com.tr/yazarlar/6420699.asp?yazarid=10&amp;gid=61">Hürriyet: O sabah nasıl uyanacaksınız</a> schreibt Ertugrul Özkök, der Chefredaktuer der türischen Boulevard-Zeitung (der grössten türkischen Zeitung der Welt), was das eigentliche Problem dieser <a href="http://www.caito.de/2007/04/28/turkei-armee-droht-turkischer-regierung-spon/">Präsidentschaftswahlen</a> ist (übrigens ist er genauso wie ich <strong>für</strong> Abdullah Gül als Präsidentschaftskandidat).
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Der Versuch, die Wahlen über die &#8220;künstliche Notwendigkeit&#8221; von 367 anwesenden Abgeordneten zu steuern, ist eine Vorgehensweise, die weder rechtlich noch vom Gewissen vertretbar ist.
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Eine solche Notwendigkeit gab es noch nie in der türkischen Geschichte und auch bei Özal&#8217;s Wahl 1989 gab es keine 367 Abgeordnete und es wurde auch damals keine Verfassungsklage eingereicht.
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Die CHP, die sich für die Verteidigerin des Laizismus in der Türkei hält, hatte (laut Özkök) übrigens <strong>für</strong> die Strafbarkeit des Ehebruch eingesetzt bzw. das Gesetz mit abgesegnet. Diese CHP stellt sich jetzt als Verteidigerin des Laizismus dar.
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Özkök schlägt allen, die wie er &#8220;gläubige Laizisten und Demokraten&#8221; sind, vor, sich doch dort einzusetzen, wo sie wa bewirken können, nämlich bei den Wahlen zum Parlament. Denn die Parteien, allen voran die CHP, vertreten schon lange nicht mehr die Mehrheit der Gesellschaft.
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&#8230; irgendwie kommt mir das bekannt vor &#8230; wie sieht es eigentlich bei uns hier in Deutschland aus??</p>
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